Ihre Fragen – unsere Antworten
→ Können Implantate Karies bekommen?
Implantate selbst können zwar keine Karies bekommen, das Zahnfleisch rund um das Implantat ist jedoch besonders empfindlich. Deshalb sind eine gründliche tägliche Mundhygiene und regelmäßige professionelle Kontrollen beim Zahnarzt sogar noch wichtiger als bei anderen Formen des Zahnersatzes.
→ Was darf man mit Implantaten nicht machen?
Verzichten Sie anfangs auf harte Lebensmittel wie Nüsse, Popcorn oder Chips, da sie das Implantat belasten und die Wunde reizen können. Greifen Sie stattdessen zu weicher Kost wie Joghurt, Gemüsepüree oder Suppen, um die Heilung zu unterstützen. Nach der Eingewöhnung können Sie wieder normal essen.
→ Wie lange ohne Zähne bei Implantaten?
Wie lange man bei Implantaten ohne feste Zähne ist, hängt vom individuellen Behandlungsplan ab:
Sofortimplantation / Sofortversorgung:
In manchen Fällen wird direkt nach dem Einsetzen des Implantats ein provisorischer Zahn eingesetzt. Dann ist man gar nicht oder nur sehr kurz ohne Zahn.
Klassische Implantation:
Nach dem Setzen des Implantats folgt eine Einheilphase von etwa 2–6 Monaten. In dieser Zeit wird das Implantat fest im Kiefer verankert. Häufig trägt man in dieser Phase ein Provisorium (z. B. eine Übergangskrone oder -prothese).
Bei Knochenaufbau:
Ist vorab ein Knochenaufbau nötig, kann sich die Behandlung verlängern. Dann kann es mehrere Monate dauern, wobei in der Regel ebenfalls ein provisorischer Zahnersatz genutzt wird.
Fazit: In den meisten Fällen ist man nicht komplett ohne Zahn, da provisorische Lösungen eingesetzt werden. Die genaue Dauer hängt vom Knochen, der Heilung und der individuellen Situation ab.
→ Wann sollte man keine Implantate machen lassen?
Zahnimplantate sind eine sehr gute Lösung, aber nicht in jeder Situation passend. Man sollte Implantate nicht oder nur eingeschränkt in Betracht ziehen, wenn bestimmte Faktoren vorliegen:
• Starker Knochenabbau im Kiefer, der sich nicht ausreichend aufbauen lässt
• Unbehandelte Parodontitis, da Entzündungen das Implantat gefährden
• Schwere Allgemeinerkrankungen, z. B. schlecht eingestellter Diabetes oder schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen
• Immunschwäche oder bestimmte Medikamente (z. B. hoch dosierte Bisphosphonate)
• Starkes Rauchen, da es die Einheilung deutlich verschlechtert
• Schlechte Mundhygiene, weil das Risiko für Implantatentzündungen (Periimplantitis) steigt
• Unvollständiges Kieferwachstum bei Kindern und Jugendlichen
• Unrealistische Erwartungen an das Ergebnis oder die Haltbarkeit
Wichtig: Viele dieser Punkte sind keine absoluten Ausschlussgründe. In manchen Fällen können Vorbehandlungen (z. B. Parodontitistherapie, Rauchreduktion, Knochenaufbau) Implantate trotzdem möglich machen. Eine individuelle Beratung beim Zahnarzt oder Implantologen ist entscheidend.
→ Was ist besser, Brücken oder Implantate?
Implantate sind besonders langlebig und in den meisten Fällen die beste und zahnschonendste Lösung. Eine Brücke ist vor allem dann sinnvoll, wenn die benachbarten Zähne bereits beschädigt sind und ohnehin überkront werden müssen. Metallfreier Zahnersatz aus Keramik oder Zirkonoxid überzeugt durch hohe Stabilität und lange Haltbarkeit.
Gleichzeitig bietet er eine exzellente Ästhetik: Dank natürlicher Farbe und Lichtdurchlässigkeit sind Zirkon- und Keramikkronen optisch kaum von echten Zähnen zu unterscheiden.
→ Kann ein normaler Zahnarzt Implantate setzen?
Grundsätzlich darf jeder Zahnarzt ein Implantat setzen. Um eine Sicherheit zu erzielen, dass der Patient an den "richtigen Implantologen" gelangt ist, sollte man als Patient folgende Fragen stellen: Wie viele Implantate hat der Zahnarzt schon gesetzt? Die Praxis Dr. Javadi & Kollegen hat sich auf die Implantologie spezialisiert – Implantatbehandlungen gehören hier zum täglichen Leistungsspektrum und werden mit hoher Routine, Präzision und fachlicher Expertise durchgeführt.